in unserer Titelgeschichte gehen wir in diesem Monat der Frage nach, was eigentlich Glück ist. Auf den ersten Blick mag das vielleicht etwas naiv erscheinen: Was bedeutet schon das individuelle Glücksempfinden gegenüber den globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen? Doch bei genauem Hinsehen stellen wir dann fest, dass die Frage nach dem Glück möglicherweise einer der existenziellsten ist, die wir überhaupt stellen können. Wir wissen, welche Auswirkungen es auf unser Leben hat, wenn wir dauerhaft unglücklich sind – und wozu wir demgegenüber in der Lage sind, wenn wir rundum zufrieden sind. Eine Gesellschaft, in der alle Menschen glücklich sind: eine wahrhaft traumhafte Utopie, nach der wir streben sollten. Auch in unserer Märzausgabe geht es ums Glück: Nicht immer explizit, aber meist zwischen den Zeilen. Denn wir haben Menschen getroffen, die eine Tätigkeit oder Aufgabe gefunden haben, die sie ausfüllt, ihrem Leben Sinn gibt und ihnen ein gutes Gefühl gibt. Und ihr individuelles Glück strahlt in der Begegnung auch auf andere ab.
Wir unterhielten uns mit der Logopädin Rebecca Philipzen, die Menschen dabei hilft, sich mit anderen verständigen zu können und ihnen so Sicherheit zurückgibt. Mit Dr. Nina Sotrell, die sich als Mutter eines am Down-Syndrom erkrankten Sohnes und Vorsitzende des Down-Vereins für die Inklusion einsetzt. Mit Natalie Dickmann, die sich mit ihrer Familie den Traum einer Alpenüberquerung per pedes erfüllt hat und ihr erworbenes Wissen nun weitergibt. Mit Sandra und Sebastian Weyers, die in Kürze den 2. Sport- und Gesundheitstag ausrichten, auf dem sie Krefeldern das breite Freizeitangebot dieser Stadt vorstellen. Mit Sigrid Brauers, die mit Mitte 40 beruflich noch einmal komplett umgesattelt hat, und nun Pole-Fitness-Trainerin ist. Und mit Hans Winter, der geradezu aufblüht, wenn er in „seiner“ Geismühle steht, deren Instandhaltung und Betrieb er sich mit den anderen Mitgliedern des Bauvereins Geismühle Krefeld-Oppum zur Herzensaufgabe gemacht hat.
Lassen Sie sich bei der Lektüre von diesen Geschichten anstecken: Das Glück lauert da draußen. Wir müssen es nur erkennen.
Viel Freude beim Lesen,
Ihr Michael Neppeßen und David Kordes
Foto: Niklas Breuker